Nach einer langen halben Woche in Phuket und vielen Ups and Downs bezüglich meiner weiteren Reiselust boarde ich am 18. Dezember ein Flugzeug der Singapurischen Billigairline Scoot. Nachdem ich seit der Buchung des Fluges bereits unzählige SMS Benachrichtigungen bekommen habe, dass der Flug wieder mal verschoben ist, bin ich erstmal überhaupt froh das der Flieger tatsächlich geht. Zum Glück läuft dann auch alles reibungslos ab. Ich muss sagen, ich habe mit meinen Flügen ja wirklich noch nie Pech gehabt. Es lief immer alles wie geplant (bis auf das kleine Gepäck Malleur bei der Anreise nach Australien aber gut). Ich sitze also im Flieger zurück nach Australien und meine Gedanken wandeln von „will ich überhaupt noch reisen“ zu „will ich überhaupt jemals wieder zurück nachhause“, ein stetes auf und ab. Das bin ich ja schon von den letzten Tagen gewohnt und auch sonst hat man natürlich immer mal wieder solche Phasen, und dennoch ist es manchmal einfach ermüdend nicht zu wissen wohin mit sich. Die Flüge sind, auch wie eig. Immer, super ruhig. Einmal kurz kleine Turbulenzen in denen mein Herz einen kleinen Aussetzer macht, ansonsten bleibt meine Herzfrequenz zum Glück weitgehend stetig. Ein Zwischenstopp in Singapur und Zack, ich betrete wieder Australischen Boden.
Hallo Westcoast.
Ich war Reisemüde. Ich hatte nicht mehr so wirklich Lust, weiterhin Australien zu bereisen. Ich mache mir viele Gedanken über meine finanzielle Situation. Der anstehende Besuch von Mama und Madi war zumindest Gedanklich noch in weiter Ferne und die Vorfreude darauf deshalb noch nicht wirklich greifbar gewesen. Doch schon als ich hoch oben über das Australische Outback Fliege merke ich, dass ein Gefühl von nachhause kommen in mir aufkommt. Die Zeit in Thailand war wunderschön, das Essen, die Leute und vor allem meine Freunde von zuhause. Die wunderschönen Strände und die felsige Natur. Ich habe es geliebt und war trotzdem nach fünf Wochen durch mit dem Urlaubsfeeling. Ich brauchte wieder etwas Struktur und „Alltag“. Es ist vielleicht unverständlich für jemanden, der nicht vollzeit auf Reisen ist, aber kaum das ich wieder in Australien war, fühlte es sich wieder nach dem „richtigen“ Leben an. Nach Verpflichtungen die ich habe, ein paar Termine die anstehen und nach Alltag. Diesen Alltag hab ich mit offenen Armen empfangen! Es wird wieder überall Englisch gesprochen, ich habe wieder problemlos Internet auf dem Handy und ich kann wieder selber kochen.
Für die ersten Nächte habe ich zum Glück noch ein Hostel in der Stadt bekommen, denn die Wohnungssituation ist hier tatsächlich nicht die beste. Die meisten Hostels sind ausgebucht und die die es nicht sind, haben entweder eine Bewertung von 6 (sehr schlecht) oder kosten ein halbes Vermögen. Ich hatte jedenfalls Glück, das Hostel ist nicht außergewöhnlich teuer, ziemlich sauber und die Leute dort sind direkt total offen und kommunikativ, was mir fast am meisten wert ist. Die ersten Tage erkunde ich Perth City, halte die Augen nach Jobausschreibungen offen, spiele Tischtennis mit fremden Gegnern und falle Abends in mein 8-Bed Dorm Hostel Bett.
Ganz oben auf meiner To Do Liste steht nun einen Job zu finden. Ich muss meinen Lebenslauf erneuern und mich auf die Suche machen. Das Hostel kann ich nur bis Freitag bewohnen, ab dann ist es wieder komplett ausgebucht. Wo ich dann abbleibe weiß ich noch nicht. Aber ich bin entspannt. Es rückt sich schon alles zurecht und ich habe ja auch noch ein paar Tage Zeit, um mir Gedanken zu machen wie es jetzt genau weiter geht, bis dann Mama und Madi in drei Wochen hier ankommen. Die Vorfreude darauf ist nun übrigens auch real und ich kann es kaum abwarten mit den beiden Western Australia zu erkunden. Achja, und ein Auto muss ich auch irgendwie noch kaufen! Alles kein Problem, die Entspanntheit der thailändischen Kultur hängt mir schließlich noch in den Knochen.
Schreibe einen Kommentar